Wir sind Efeu!

Die therapeutische Tagesstätte in Brixen.

Efeu ist eine Sozialgenossenschaft, die eine therapeutische Tagesstätte in Brixen führt.

Für wen ist die therapeutische Tagesstätte?

...für Menschen mit taktilen und intermodalen Wahrnehmungsstörungen.



© 2018 Efeu SozialMenschen mit Wahrnehmungsstörungen können bestimmte Sinneskanäle nicht richtig einsetzen oder zu einem sinnvollen Gesamtbild verknüpfen. So bleiben die Eindrücke von ihrer Umgebung fragmentarisch und ergeben ein unvollständiges Bild. Ihre Welt ist chaotisch,unberechenbar und verändert sich ständig.






Das Affoltermodell

Bei welchen Menschen kann eine taktile/intermodale Wahrnehmungsstörungen angenommen, bzw. wer kann von einer therapeutischen Förderung nach dem Affoltermodell profitieren.

Geholfen werden kann bei:

  • Autismus-Spektrum-Störungen
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Sprachauffälligkeiten
  • Schädelhirnverletzung
    • Bei der Geburt
    • Erworben im Kindes- oder Erwachsenenalter nach einem Unfall
    • Schlaganfallpatienten
  • Demenzerkrankungen



Welches sind oftmals die schwierigsten Situationen im alltäglichen Umgang und zusammenleben mit den Betroffenen?

Aufgrund diverser Schwierigkeiten in der Verarbeitung von Sinnesreizen, kommt es im alltäglichen Zusammensein zu den unterschiedlichsten Stresssituationen für alle Beteiligten.
So zeigen Menschen mit einer taktilen/intermodalen Wahrnehmungsstörung in Art und Ausmaß die unterschiedlichsten Auffälligkeiten. Diese sind meist im Verhalten der Person festzustellen.  Auch zeigen diese Menschen die unterschiedlichsten Schwierigkeiten in der Alltagsbewältigung. So scheint ihnen, obwohl motorisch in der Lage, keine Lösung von Alltagsbewältigung zu gelingen. Oft endet der Versuch im Chaos.

 

Mögliche Auffälligkeiten:

    • motorische Unruhe
    • schreien
    • panisches Verhalten
    • wirken unaufmerksam
    • können Situationen nicht abschätzen
    • erhöhter Muskeltonus
    • können nicht warten
    • gespanntes Gesicht / fehlende Mimik
    • können Augenkontakt oft nicht halten
    • wirken „antriebslos, nicht motiviert, depressiv“
    • neigen zu hektischen Bewegungen
    • Selbständigkeit eingeschränkt (nur Teilschritte)
    • Sprachliche Auffälligkeiten (Ausdruck fehlt/ eingeschränkt/ oder sprechen besonders viel/ „floskelhafte Sprache“)
    • Kommunikation eingeschränkt
    • Große Schwierigkeiten beim Verstehen, gerade von verbaler Anweisung

 

Dies sind nur einige der möglichen Auffälligkeiten.


Familienarbeit:

Da sich das Affoltermodell als ganzheitlicher Ansatz versteht, sollten alle Beteiligten in die Förderung mit einbezogen werden. Eltern werden in Grundsätze und in das Verstehen von Wahrnehmungsproblematiken, spezifisch auf die Problematik der eigenen Kinder eingewiesen. Die Begleitung der Familie findet durch Einzelgespräche, Fachberatungen, Hausbesuche und durch Videoanalysen statt.

 

Beratung von externen Menschen wie z.B. Betreuern, Therapeuten, Lehrern oder Ärzten:

Aufgrund der Problematiken, vor allem im sozialen Miteinander, die bei den uns anvertrauten Menschen entstehen, fühlen sich andere Berufsgruppen teils überfordert in der Arbeit mit dem Einzelnen. Hierbei möchten wir auch Hilfe und Unterstützung sein. Diese bezieht sich hauptsächlich darauf, den Einzelnen verbessert zu verstehen warum und wieso er handelt wie er handelt.