Unsere Ziele

  • Hauptziel ist es, die jungen Menschen in ihrer Entwicklung in den verschiedensten Lebensbereichen zuunterstützen und ihnen zu größtmöglicher Selbständigkeit zu verhelfen.
  • Durch die therapeutische Förderung positive Auswirkung zu bewirken, auf: soziales Verhalten, Alltagbewältigung, Körperwahrnehmung, körperliche Unruhe, Stereotypien, Beweglichkeit und Sprache
  • Den jungen Menschen soweit als möglich, eine spätere Integration in die Arbeitswelt zu eröffnen.


"Ich nehme wahr..."

© 2018 Efeu Sozial 1. Ich weiß nicht was jetzt passiert.
© 2018 Efeu Sozial 2. Ich halte einen Gegenstand. Meine Gedanken sind aber noch bei den anderen im Raum.
© 2018 Efeu Sozial 3. Ich trage den Gegenstand zum Arbeitstisch. Dort nehme ich Kontakt auf zur Wand / Nische. So bekomme ich nicht nur Information über das was ich gerade mache, sondern auch wo sich mein Körper befindet.
© 2018 Efeu Sozial 4. Meine Finger versuchen die Dose zu öffnen. Übernehmen kann ich diese Arbeit aber noch nicht. Meine Gedanken sind noch mit anderen Dingen beschäftigt.
© 2018 Efeu Sozial 5. Jetzt hat sich aber spürbar etwas verändert. Mein Blick kommt hinzu. Was wähle ich aus. Die Paprika oder die Karotte.
© 2018 Efeu Sozial 6. Ich nehme die Karotte in die Hand. Hohle diese aus der Dose und lege sie auf den Tisch. Die Dose bleibt ruhig stehen. So kann ich mich ganz auf die Karotte konzentrieren. Ich selbst sitze ja noch sicher in der Nische.
© 2018 Efeu Sozial 7. Ich halte die Karotte zwischen meiner Hand und dem Tisch. Während ich die Karotte stabil halte, drehe ich mein Becken in Richtung Holzwand.
© 2018 Efeu Sozial 8. Soeben habe ich die Karotte in zwei Teile gebrochen. Das ist sogar ein Blick wert.
© 2018 Efeu Sozial 9. Nun ist mir sogar zum schmunzeln. Ich sitze noch sicher in der Nische. Die getrennte Karotte liegt vor mir auf dem Tisch.
© 2018 Efeu Sozial 10. Ich beiße etwas gespannt/verspannt von der Karotte.
© 2018 Efeu Sozial 11. Da habe ich eben abgebissen. Das muss ich nochmals anschauen. Ich bin mit meinen Händen wieder entspannt. Mein Blick ist ganz auf das Geschehen ausgerichtet. Das was mir zu beginn so schwer gefallen ist. Ging jetzt ganz leicht. Nicht dass das nun schon immer klappt. Aber im Laufe eines Geschehnisses gelingt mir das was ich mache, schon viel öfter mit dem was ich sehe zu verbinden. Dank der viele eindeutige Informationen kann ich mich besser auf das konzentrieren, was ich gerade mache. Mein Körper war immer sicher. Im stehen sind meine Schultern sonst immer ziemlich angespannt.

Unser Lösungsansatz in der therapeutischen Tagesstätte Efeu.

Durch das „interaktive Führen“ in alltagsrelevanten Situationen, soll dem Menschen die Möglichkeit gegeben werden neue, eindeutige Spürinformation zu Sammeln und zu Speichern. Dieser neue „Schatz“ an taktiler Information kann dem Menschen helfen, neue Verknüpfungen im Gehirn mit bereits schon vorhandenen Speicherungen der unterschiedlichsten Sinnesmodalitäten zu erstellen. Es geht vordergründig nicht darum neue Fertigkeiten zu erlangen, sondern eine stabile Grundlage der Informationsaufnahme, -verarbeitung und dem Abrufen von gespeicherter Information zu erlangen. Wichtig ist es, dem Betroffenen dabei zu unterstützen, seine oftmals bruchstückhafte Welt weiter zu vervollständigen.  Diese neuen Erkenntnisse können auf die unterschiedlichsten Arten zu einer Verbesserung der individuellen Fähigkeiten verhelfen und dem Erwerb von Fertigkeiten dienen.

Der pädagogisch-therapeutische Alltag ist aufgegliedert in sinnvolle Alltagsgeschehnisse. Die Arbeiten werden sowohl in Einzel-, als auch in Zweier- und Dreiersituationen durchgeführt. Durch das Instrument der individuellen Förderplanung werden die jeweiligen Situationen Klientenorientiert angepasst. Oberstes Ziel ist stets die Vermittlung gespürter Erfahrung (Interaktion) und die soziale Interaktion.



  • Erarbeiten einer Jause
  • Erarbeiten eines Mittagessen
  • Durchführen kleiner Arbeiten im Haus-, Werkstatt- und / oder Gartenbereich
  • Planen und durchführen von Einkäufen
  • Das Lösen von alltäglichen Problemen wie Toilettengang, Zahnpflege, Nahrungsaufnahme, sich An- und Auskleiden werden fortlaufend in den Tag integriert
  • Alle Arbeiten sind nicht Produktorientiert aufgebaut, sehr wohl darf aber ein Produkt entstehen.

 

Des Weiteren finden Gruppenarbeiten statt. Hier steht das gemeinsame erleben im Vordergrund. Es werden die unterschiedlichsten Aktivitäten angeboten, um ein breites Band an Interesse von möglichen Freizeitaktivitäten zu vermitteln. Diese bestehen aus sportlicher Betätigung bis hin zum Kreativen schaffen.